Fang einfach an



WIE DU SPORT ZU EINEM TEIL DEINES ALLTÄGLICHEN LEBENS MACHST


 

Aller Anfang muss nicht immer schwer sein.

Ich erzähl dir jetzt mal eine kurze Geschichte. Manchmal kann ich ganz schön perfektionistisch sein. Wenn ich etwas machen will, dann will ich es auch richtig machen und nicht nur so larifari. Das Problem dabei ist allerdings, dass ich mir dadurch leider teilweise selbst im Weg stehe. Warum? Weil der Perfektionismus auch immer Angst vorm Scheitern mit sich bringt. Mein Kopf denkt sich so: Entweder ganz oder gar nicht. Das heißt, bevor ich riskiere, dass mir bei der Umsetzung meines Vorhabens auch Fehler unterlaufen, fange ich lieber gleich gar nicht damit an. Und ja, das ist genauso idiotisch, wie es klingt. Denn, während du dir den Kopf zerbrichst, was du nicht alles falsch machen könntest, hättest du schon längst anfangen können. Und hey, vielleicht hast du noch nicht den perfekten Trainingsplan, beherrscht noch keine hundertprozentig richtige Übungsausführung und musst alle fünf Minuten eine Verschnaufpause einlegen.
Aber was soll’s, vom Nichtstun lernst du diese Dinge auch nicht. Das alles kommt nun mal erst durch die Erfahrung – selbst Profis lernen Tag für Tag neu dazu und feilen an ihrer „perfekten“ Technik und optimieren ihr Training von Zeit zu Zeit. Also: Fang jetzt an, denk nicht zu viel darüber nach und sei bereit Neues zu lernen!

 

Mach es zur Routine

Oft hört man Leute sagen: „Sport gehört einfach zu meinem Leben!“ Und man selbst denkt sich vielleicht so: „Ach, wie gerne würde ich das auch von mir behaupten, aber ich habe einfach nicht die Motivation, am Ball zu bleiben.“ Aber genau hier befindet sich der springende Punkt. Wer behauptet, ein sportlicher Mensch zu sein, ist das nicht von heute auf morgen einfach so geworden. Nein, dazu gehört viel Durchhaltevermögen. Auch den trainiertesten Leuten fehlt es ab und zu an Motivation und sie müssen sich genauso dazu aufraffen, zum Training zu gehen wie alle anderen. Der Unterschied dabei ist allerdings: Sie tun es dann tatsächlich – sie raffen sich auf und ziehen ihr Training durch. Wir haben es ja alle schon hundert mal gehört: No excuses! Regen oder schlechte Laune sind keine Ausreden, um den Sport sausen zu lassen. Wenn du wirklich ernsthaft willst, langfristig an deiner Fitness zu arbeiten, muss Sport machen so selbstverständlich für dich werden wie Zähneputzen. Wie also anfangen? Mach dir einen Plan, setz genau fest, an welchen Tagen du wann welchen Sport machst. Und dann halte dich daran. Gerade zu Beginn sind viele super motiviert und haben Spaß, ihrem Plan zu folgen. Sobald diese anfängliche Euphorie jedoch nachlässt, wird es oft schwieriger, dranzubleiben. Doch genau an dieser Stelle solltest du durchbeißen. Denn eines kann ich dir versprechen: Nach dem Training wirst du immer froh sein, es getan zu haben, egal, wie viel Überwindung es dich gekostet hat, dich aufzuraffen. Wenn du es also schafft, euch ein paar Wochen an deinen Plan zu halten, wird es irgendwann zur Routine und dir wird es immer leichter fallen, in die Sportschuhe zu schlüpfen. Am schwierigsten ist wirklich nur die Zeit zwischen der anfänglichen Euphorie und der Routine. Versuche, dir das im Hinterkopf zu bewahren, wenn du also das nächste mal zwischen der Entscheidung Couch oder Training stehst.

 

Probier dich aus.

Alle um dich herum scheinen gerade den Fitnesswahn für sich entdeckt zu haben? Sie gehen ins Fitnessstudio, reden plötzlich davon, eine Vorliebe für das Stemmen von schweren Gewichten entwickelt zu haben, aber du kannst dieser Idee einfach nichts abgewinnen? Das ist okay! Es ist ja nicht so, dass der Weg ins Fitnessstudio der einzige ist, um sich fit zu halten. Aber probier es erstmal aus bevor du dein ultimates Urteil fällst, vielleicht macht es dir ja doch Spaß. Bei mir hat auch zwei Anläufe gebraucht, bis ich mich in den Freihantelbereich gewagt habe, anstatt immer nur auf den Cardiogeräten herumzutrampeln. Und wenn es nichts für dich ist, dann gibt es ca. noch 75921 andere Möglichkeiten, sich fit zu halten. Geh laufen, schwimmen oder radfahren, mach Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, HIIT oder Freeletics, schnupper in einen Yoga-, Tanz- oder Karatekurs. Was auch immer, finde etwas, das zu dir und deinem Leben passt.

 

Hab Spaß

„Sitz nicht faul auf der Couch! Du musst dich in jeder Trainingseinheit steigern! Gib immer 100%!“ Setzen dich Aussagen wie diese selbst beim bloßen Durchlesen auch so sehr unter Druck wie mich? Verständlich. Denn so sehr ich auch dafür plädiere, dass man auch mal aus seiner Komfortzone ausbrechen muss, um etwas in seinem Leben zu ändern (wie z.B. Sport in den Alltag zu integrieren), so sehr finde ich es auch wichtig, dass es letzten Endes immer darauf ankommt, auf seinen Körper zu hören. Dazu zählt wie gesagt nicht: „Ääääh, es ist kalt, ich kann nicht ins Fitnessstudio gehen.“ Vielmehr meine ich damit, dass man sich nicht von anderen oder von sich selbst unter Druck setzen lassen soll. Aber betrachte es mal aus dieser Sicht: Für wen machst du das alles letztendlich? Richtig, für dich. Und daher muss es auch für dich passen und du sollst das Gefühl haben, dass dir der Sport gut tut. Routine hin oder her, auch gezielte Pausen sind zwischendurch nicht nur erlaubt, sondern auch wichtig. Wer langfristig einen gesunden und funktionstüchtigen Körper haben will, muss auch langfristig einen Weg finden, um dieses Ziel zu erreichen. Fazit: Finde eine Fitnessroutine, aber gestalte sie so, dass sie dir auch Freude bereitet.

 

xx


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  • Danke, das sind sehr aufbauende Worte!
    Ich hatte sonst auch immer Probleme damit beim Sport länger dranzubleiben. Aber mittlerweile kann ich mich auch als „sportlich“ bezeichnen. Ich gehe ein paar mal in der Woche ins Fitnessstudio (dieses hier) und probiere mit viel Abwechslung meine Motivation zu steigern. Ich finde es toll, dass man im Fitnessstudio auch an Kursen teilnehmen kann, also falls ich mal keine Lust habe, ist das eine willkommene Alternative für mich.
    Liebe Grüße,
    Stefanie

    • Liebe Stefanie!

      Das freut mich sehr zu hören, danke für deine lieben Worte 🙂
      Ja, ich glaube, viele setzen sich einfach zu sehr unter Druck und verlieren dann schnell die Freude. Aber wenn man sich im Hinterkopf bewahrt, dass man den Sport letztendlich nur für sich selbst und niemanden anders machst, ist es einfacher dranzubleiben. Sehr cool, dass du etwas gefunden hast, das dir Spaß macht!

      Alles Liebe und weiterhin viel Motivation wünsch ich dir,
      Ilka